“Reise nach Wolgograd“

 

Vortragsveranstaltung

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ARBEITSKREIS DORFGESCHICHTE OBERMEISER
Vortragsveranstaltung “Reise nach Wolgograd“
OBERMEISER. Die Zahl der Opfer, die der Zweite Weltkrieg auch in unserer Region gefordert hat, geht in die Tausende. Noch in dem kleinsten Dorf waren Tote, Verwundete und Vermisste zu beklagen. So war es nicht verwunderlich, dass der Bildervortrag mit dem Titel “Reise nach Wolgograd (Stalingrad)“, den der Arbeitskreis Dorfgeschichte Obermeiser am vergangenen Sonntag durchführte, auf breites Interesse stieß.

Mitglieder des Arbeitskreises waren im September 2017 im Rahmen einer Veranstaltung der Kriegsgräberfürsorge nach Wolgograd gereist und konnten nun über den Besuch in der russischen Stadt berichten, die wie keine andere zum Sinnbild eines menschenverachtenden Krieges geworden war.

Rechtzeitig zum 75. Jahrestag der Kapitulation der deutschen 6. Armee im früheren Stalingrad wurde im gut besetzten Saal der Bürgerbegegnungsstätte Obermeiser umfangreiches Bild- und Tonmaterial zum Thema vorgestellt. Neben aktuellen Reisebildern aus Wolgograd konnten den Besuchern auch historisches Aufnahmen und Radiomeldungen aus der Zeit des Krieges zugängig gemacht werden. Im Rahmen der Reise war es auch möglich, auf dem Soldatenfriedhof Rossoschka die Grabstätten von Männern aus Obermeiser und Westuffeln zu besuchen, die während der Kampfhandlungen dort ums Leben gekommen waren.

Unter anderem durch die eindrucksvollen Filmaufnahmen einer kamerabestückten Drohne (eines Fluggerätes) konnten sich die Besucher einen Überblick über die mehrere Hektar große und gepflegte Kriegsgräberstätte verschaffen.

Während des rund zweistündigen Vortrages, den Holger Neumeyer vom Arbeitskreis Dorfgeschichte hielt, wurden den Zuhörern neben Einzelheiten zum Reiseverlauf auch die historischen Abläufe der Schlacht von Stalingrad näher gebracht.

Im Anschluss an den Vortrag und auch während der Pause standen die Reisenden Wolfgang Friedrich, Friedhelm Göllner und Helmuth Schopf den Gästen bei Kaffee und Kuchen für Rückfragen und gemeinsame Gespräche zur Verfügung.

Neben einem Interesse für geschichtliche Themen war bei vielen Besuchern der Veranstaltung festzustellen, dass sie eigene Familienangehörige hatten, die während des Krieges in Stalingrad ums Leben gekommen waren oder aber sich nur mit knapper Not aus dem Kessel retten konnten.

Mitglieder der Reservistenkameradschaft Reinhardshagen, die als Zuhörer anwesend waren, bereicherten und ergänzten die Ausführungen noch mit interessanten Erzählungen aus einem ehrenamtlichen Arbeitseinsatz, den die Männer vor einigen Jahren auf der großen Kriegsgräberstätte bei Wolgograd durchgeführt hatten

 

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