Der Versuch einer Geschichte des Dorfes Obermeiser

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Der 2. Weltkrieg und die Zeit des Nationalsozialismus sind vorbei. Mit dem Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus im Jahre 1946 wird versucht, die Bevölkerung in Täter, Mitläufer und Unbelastete zu unterteilen. Dies geschieht mit Hilfe einer umfangreichen Fragebogenaktion. Ob und in welchem Rahmen alle Angaben der Bewohner korrekt waren und ob diese einer eingehenden Überprüfung standgehalten hätten, sei dahingestellt. 

Im Jahre 1950 errichtet die Gemeinde Obermeiser ein neues Schulhaus. Bei diesem Gebäude handelt es sich um das dritte Schulhaus der neueren Zeitrechnung in Obermeiser. Während das erste bekannte Schulhaus (ehemaliges Bürgermeisteramt) im Kirchweg angesiedelt war, wurde als zweites Schulhaus (Wohnhaus von Horst Finis) ein Gebäude an der Warburger Straße genutzt.

Das Jahr 1961 bringt eine weitere große Veränderung für das Dorf mit sich. Die neue Trasse der Bundesstraße 7 schafft eine Ortsumfahrung und beschert dem Dorf so die dringend erforderliche Verkehrsberuhigung.

Am 01. August 1972 wird die Gemeinde Obermeiser durch Landesgesetz an die Großgemeinde Calden angeschlossen (eingemeindet). Nachdem das alte Predigerhäuschen auf dem Friedhof Obermeiser baufällig war und entfernt werden musste, konnte im Jahre 1972 eine neue Friedhofshalle ihrer Bestimmung übergeben werden. In den 60er Jahren wird auch ein weiteres Problem des Dorfes Obermeiser - zumindest scheinbar - gelöst. Der Bachlauf der Warme hatte dem Ort bei starken Regenfällen über viele Jahrhunderte hinweg Überschwmmungen beschert. Durch die Regulierung der Warme und die Einbettung des Bachlaufes in ein so genanntes Trogbauwerk konnten die Überflutungen der Häuser (meist der Keller- und Untergeschosse) weitgehend vermieden werden.

Diese trügerische Sicherheit hielt nur bis zum 08.06.1984 (Freitag). Starken Regenfälle im oberen Teil des Warmetales bescherten dem Dorf Obermeiser ein Jahrhunderthochwasser. Die Wassermassen stiegen teilweise bis zu einer Höhe von einem Meter über die Oberkante des Trogbauwerkes (Ufermauern) und überschwemmten weite Teile des Dorfes. Bei den Bergungs- und Rettungsarbeiten waren viele Einsatzkräfte der Feuerwehr aus den Nachbarorten im Einsatz. Die Sachschäden sind erheblich.

Das Jahr 1984 bringt aber noch weitere Veränderungen mit sich. Aus ungeklärter Ursache war im Februar die Mühle Werner in Flammen aufgegangen. Die Gebäude werden durch Feuer und Löschwasser so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden müssen. Das Wohnhaus wird von Georg Werner und Söhnen im Fachwerkstil wieder aufgebaut. 1984 entsteht in der Buttenstraße im Rahmen eines Bauherrernmodells (Gemeinde Calden und Kreissparkasse Hofgeismar) das neue Feuerwehrhaus nebst Zweigstelle der Sparkasse.  

Der Schützenverein 1695 Obermeiser feiert im Jahre 1985 im Rahmen eines Kreisschützenfestes sein 300 jähriges Bestehen. Der Verein trägt im Namen zwar die Jahreszahl 1695, im Protokollbuch war jedoch bereits eine Aufzeichnung aus dem Jahr 1685 aufgefunden worden.

(Fortsetzung folgt) 

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Holger Neumeyer                                                                   Obermeiser, im August 2010

 
 
 
 
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