Der Versuch einer Geschichte des Dorfes Obermeiser

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Für die Jahre 1556 und 1557 wird über eine Klage der Gemeinde Obermeiser gegen Sylvester von der Malsburg wegen Beeinträchtigung in der Nutzung des von ihr beanspruchten "Meiserholzes" berichtet.

Aus den Prozessakten über Streitigkeiten zwischen dem Malsburgischen Tochtermann von Beuren und dem Erben Silvester von der Malsburg, welcher Kundonitus im Stifte Fritzlar war, sieht man, dass 1579 alle zum Amt Zierenberg gehörigen Dörfer samt der Hoheit zu den Gütern gehörten, welche die von der Malsburg und von Schartenberg gemeinsam besaßen.

Vorläufer des Amtes Zierenberg war das Amt Schartenberg, das im 16. Jahrhundert mit der Verlegung des Amtssitzes von der verfallenden Burg Schartenberg in die Stadt Zierenberg allmählich zum Amt Zierenberg wurde.

Im Jahre 1595 war zwischen den Beamten des Landgrafen zu Wolfhagen und Zierenberg und denen von der Malsburg ein Streit ausgebrochen wegen des Gerichtes Schartenberg. Die Beamten von Zierenberg hielten es dafür, dass die von der Malsburg nicht befugt seien die peinliche Gerichtsbarkeit in Westuffeln, Ober- und Niedermeiser auszuüben, das erwähnte Recht stehe dem Schartenberger Gerichte zu, das in Zierenberg abgehalten wurde.

1596 kommt es zu einer Wasserprobe an mehreren Frauen zu Obermeiser, die sich gegenseitig der Zauberei beschuldigt haben. Im Jahre 1603 findet der letzte aufgezeichnete Hexenprozess zu Obermeiser statt.

Für das Jahr 1606 wird in den Unterlagen über eine Anzeige gegen den Lips Schnellenpfeil, wohnhaft in Obermeiser, wegen des Diebstahls von zwei Pferden berichtet.

In den Jahren 1608 bis 1612 dauern die Untersuchungen gegen Volmar Susenbeck in Obermeiser wegen Verbreitung des Gerüchtes über die Schwängerung der Guida, Schwester des Rabe v. Uffeln, durch einen Junker v. Amelgatzen bzw. durch Dietrich von Schachten an.

Das Jahr 1609 verzeichnet einen geltend gemachten Anspruch der Spiegel von Desenberg auf Beteiligung bei der Aburteilung des bei Obermeiser gefangen genommenen Mörders Hans Wescher.

Die Gemeinde Obermeiser stellt im Jahre 1619 ein Gesuch um Zuweisung von Eichenstämmen zur Reparatur des Pfarrhauses.

"Zum Amte Zierenberg gehörten auch die Malsburgischen, wir waren mit 49 Hufen mit Hand- und Spanndiensten zu Rangen verpflichtet, auch musste die Holländische Straße in Bau und Besserung gehalten werden. Ein Spanndienstpflichtiger bekam 1 ½ Pfund Brot, jeder Handdienstpflichtige ¾ Pfund Brot. Bei jeder Leistung herrschaftlicher Dienste bekam jeder Wagen 1 Albus und ein Handdienstpflichtiger 6 Heller.

Im dreißigjährigen Krieg hatte das Warmetal und unser Dorf viel zu leiden." Graf von Tilly, Heerführer der katholischen Liga, erhielt im Jahre 1621 den kaiserlichen Befehl, die Truppen des Christian von Braunschweig, die auf protestantischer Seite standen, durch das Hessenland zu verfolgen. Tilly sandte von Westfalen aus das bayerische Heer unter dem Freiherrn von Anholt durch unser Hessengebiet der Werra zu. Von Liebenau das Warmetal hinauf, über Zierenberg und Ehlen ziehend, verübten die Anholtschen Truppen entsetzliche Gewalttätigkeiten und Erpressungen. Dem Landgrafen Moritz fehlte die Reiterei und die Unterstützung seitens der hessischen Ritterschafft, er musste den Bayern also den Raub lassen.

Im Winter 1624 hatte Oberst Montaigue sein Quartier hier aufgeschlagen.

Beim am 4. November 1626 einberufenen Landtag nach Felsberg entschuldigte sich Hermann von der Malsburg, dass er nicht anwesend sein könnte, seine Häuser in Laar, Escheberg, Malsburg und Meiser seien schon geplündert worden.

Im Mai 1629 zog Wallenstein aus dem südlichen Hessen über Marburg, Gudensberg, Wolfhagen und Warburg nach Höxter. Die Scharen Piccolominis (ein General Wallensteins und Kommandeur seiner Leibgarde) folgten im Juli und besetzten das ganze Warmetal. Die Plünderungen wurden so wild getrieben, dass die Einwohner der Orte, um nicht ganz entblößt zu sein, 500 Stück Rindvieh von den Soldaten zurückkaufen mussten.

Die von den Truppen begangenen Greueltaten, das Morden, Sengen, Plündern und die Schändung der Mädchen und Frauen war so furchtbarer Art, dass im Juli 1631 auf landgräflichen Befehl ein Bettag abgehalten wurde, der von morgens sechs bis abends fünf Uhr dauerte.

1635 litt unsere Gegend unter einer Missernte, zu der sich noch pestartige Krankheiten gesellten.

1636 hat der Feldmarschall Götz alle Ortschaften des Warmetals fünfmal geplündert und die Feldfrüchte wurden von seinen räuberischen Scharen verdorben. Der Ruf seiner Grausamkeit erfüllte die Bürger mit Furcht und Entsetzen und viele Einwohner flüchteten sich im August mit dem Rest ihrer Habe in die nahen Wälder. Die kaiserlichen Soldaten veranstalteten auf die Unglücklichen förmliche Treibjagden. Die Dörfer wurden nach Kräften gebrandschatzt, die Kirchen vieler Kelche und Glocken beraubt. Am meisten sahen es die Feinde auf die Geistlichen ab, bei denen sie das Kirchenvermögen vermuteten.

So sehr auch bis jetzt schon das Warmetal unter den Einflüssen des Krieges gelitten hatte, das folgende Jahr brachte ihm die härtesten Schläge. Am Gründonnerstag 1637 begann das Kreuz- und Marterjahr Hessens, von welchem in der Chronik des Ortes entsetzliche Nachrichten niedergeschrieben sind.

Im Monat Mai stand der kaiserliche General Wahl mit seinen Kroaten in der Nähe der Diemel. Die Forderung nach Geld für die Soldaten wurde mit den Worten untermauert, "dass er, wenn man seinem Begehren nicht sofort entspreche, die Ortschaften plündern, das Vieh entführen und die Einwohner, wo er sie treffen würde, so übel zurichten werde, dass die Kinder laut über sie klagen müssten."

In Obermeiser wurden die alte Kirche, das Pfarrhaus und nebenstehende Gebäude stark mitgenommen; im Kirchenbuch vom Jahre 1653 werden sie als Brandstätte bezeichnet. Nach dem Frieden des dreißigjährigen Krieges kamen die Leute wieder zur Ruhe, die Felder wurden wieder regelmäßig ausgesät und geerntet und es kamen wieder fröhliche Jahre unter der Dorflinde.

Den Landleuten kam der Friede vor, wie die Rückkehr der Kinderzeit, da man noch fröhliche Tage unter der Dorflinde gefeiert hatte. Das junge Geschlecht, in den Kriegsjahren geboren und aufgewachsen, vernahm es wie ein Märchen, dass jetzt eine Zeit nahte, in welcher die Saat zur Ernte reifen würde, und in welcher die Menschen nicht mehr nötig hätten, sich in halbverlassenen Schlupfwinkeln zu verstecken. In geistiger und sittlicher Beziehung stand es sehr traurig. Das Volk, das im Kampf auf Leben und Tod sich der Landsknechte zu erwehren hatte, war verroht. Aus Not zu Räubern geworden, zogen viele Bauern unstet durch das Land, bis sie irgendein Plätzchen fanden, an welchem sie versuchten, wieder sesshaft zu werden.

Für das Jahr 1655 berichtet die Chronik über eine Beschwerde gegen den Pfarrer Ludwig Brombsenius wegen seiner Äußerung, es gebe in Obermeiser nur Zauberer und Unholde.

Unter der Jahreszahl 1660 wird über einen Prozess gegen den von der Malsburgischen Jäger Gerhard Deichmann zu Obermeiser wegen Wilddieberei und Mordes an Conrad Fröhlich ebenda berichtet.

1664 erfolgt eine Klage der Familie von der Malsburg gegen die Beamten in Zierenberg anlässlich der Bestrafung des Greben (Bürgermeister)  in Obermeiser wegen des Trauergeläutes beim Tod der ältesten Tochter des Kaspar Eckebrecht von der Malsburg.

Die Aufzeichnungen für das Jahr 1680 beinhalten den Hinweis auf die Klage des Kurt Friedrich in Obermeiser gegen den malsburgischen Schwiegersohn Rittmeister Simon Heinrich von Schilder wegen Schadenersatz für ein zu Schaden gekommenes Pferd.

Im Jahre 1684 wird über eine Klage der Gemeinde Oberlistingen berichtet, die sich gegen Hermann Otto von der Malsburg richtet, wegen Zwangs, in der Malsburgischen Mühle zu Hohenborn statt in der Mühle zu Obermeiser mahlen zu dürfen.

Das Jahr 1729 verzeichnet Streitigkeiten der Gemeinden Obermeiser und Niederlistingen über die Holzberechtigung im "Igelsbett".

Die Dorfchronik enthält für das Jahr 1747 einen Hinweis auf das Gesuch des Johann Christoph Zuschlag auf Übertragung der seinen Eltern erteilten Herbergs- und Bierschankkonzession. Dieses Gesuch wurde an das Amt Zierenberg gerichtet.

Das Dorf wurde im Dezember 1757, als die Franzosen von Westfalen nach Kassel durchzogen stark in Mitleidenschaft gezogen und einer Notiz im Kirchenbuche ist der Pfarrer Wagner am 14. Juli 1761 von den Feinden als unschuldiger Spion gefangen genommen und zwischen zwei Reitern nach Marburg geführt und neun Tage gefangen gehalten worden.
Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 kämpften die damaligen europäischen Großmächte mit Preußen und Großbritannien auf der einen Seite und Österreich, Frankreich und Russland auf der anderen Seite gegeneinander. Aber auch zahlreiche mittlere und kleine Staaten waren beteiligt, darunter auch die Landgrafschaft Hessen-Kassel.
Hessen-Kassel hatte sich durch den Subsidienvertrag vom 18. Juni 1755 England angeschlossen. Landgraf Wilhelm VIII. musste infolgedessen dem französischen Druck standhalten. Trotz des gemeinsam unterhaltenen Heeres (die hessischen Kontingente unterstanden der englischen Führung auf dem Festland) gelang es nicht, das Land vor dem Einfall der Franzosen zu bewahren.
Nach der Niederlage des Duke of Cumberland bei Hastenbeck musste die englische Heeresführung den größten Teil ihrer Truppen auflösen und Hannover und Kassel den Franzosen überlassen.
In diesem Zusammenhang sollte das hessische Heer - entgegen der Abmachung - aufgelöst und entwaffnet werden. Dagegen stellte sich Landgraf Wilhelm, der beherzt eingriff und dies verhinderte. Die Folge davon waren allerdings schwere Repressalien gegen sein Land und die Bevölkerung. Im März 1758 mussten die Franzosen Kassel jedoch wieder verlassen. Sie besetzten die Stadt nach der Schlacht von Sandershausen (bei Kassel) am 23. Juli 1758 aber erneut. Als sich die Feinde im Winter wieder zurückzogen, drängten sofort hessisch-hannoversche Truppen nach, wurden aber am 13. April 1759 bei Bergen geschlagen. Erst der Sieg bei Minden am 1. August 1759 veränderte wieder die Lage. In den kommenden Jahren wechselte das Kriegsglück aber weiterhin und fünf verschiedenen Herren kommandierten Kassel und Marburg.

Im Herbst 1758 standen sich alliierte und französische Truppen auch in unserer Gegend gegenüber. Am 25. September 1758 lag das Korps des alliierten Generals Oberg in Hofgeismar und am 26. bei Obervellmar. Danach folgte dann ein relativ ruhiges Jahr. Nach einem Misserfolg bei Korbach am 10. Juli 1760 wandte sich Herzog Ferdinand von Braunschweig, um die hessische Hauptstadt zu decken, nach Wolfhagen, danach nach Hohenkirchen und schließlich nach Kassel selbst.
Die Franzosen folgten langsam nach. So begann für die örtliche Bevölkerung eine Zeit großer Not. Sie verlor durch die Heerlager beider Armeen in kurzer Zeit die ganze Ernte. Am 31. Juli 1760 erreichten die leichten französischen Truppen Grebenstein und Hofgeismar und plünderten beiden Städte. Die Soldaten drangen in die Häuser ein und suchten nach Lebensmitteln. Schließlich eigneten sie sich alles an, was irgendwie brauchbar war. Dazu erpressten sie noch große Summen Geld.
Am 22. August verlagerte Oberst Broglio seine Soldaten in das Gebiet zwischen Mariendorf und Hohenkirchen. Von hier aus suchte er am 9. September 1760 dann auch Hofgeismar heim, um es zu verwüsten. Das die Franzosen vertreibende Heer der Verbündeten lagerte dann bei Udenhausen.
Auch das Jahr 1761 brachte Truppen in unsere Gegend. Hofgeismar wurde abermals überfallen, aber auch in Grebenstein richtete der französische General Stainville am 7. September große Flurschäden an.
Das Jahr 1762 brachte die Entscheidungsschlacht in dem 7jährigen Ringen um das Land zwischen Weser und Diemel.
Im Mai zog der Herzog von Braunschweig seine Truppen am linken Weserufer nördlich der Diemel zusammen. Es war ein etwa 57.000 Soldaten zählendes Heer, das aus Hessen, Hannoveranern, Engländern, Braunschweigern und Bückeburgern zusammengestellt war. Die Franzosen sammelten sich unterdessen bei Kassel, um den möglichen Ansturm der alliierten Truppen abfangen zu können.
Unter französischem Befehl standen etwa 72.000 Mann, bestehend aus Franzosen, Nassauern, Pfälzern und Schweizern. Den Oberbefehl führten der Prince de Soubise und der Marschall d'Estrees.
Auf die Beschreibung des genauen Verlaufes der Schlacht, die später als 'die Schlacht bei Wilhelmsthal' in die Geschichte eingegangen ist, wird an dieser Stelle verzichtet. Bedeutsam ist, dass Teile der alliierten Truppen am 24. Juni 1762 von Oberlistingen über Sieberhausen zogen und zwischen Hohenborn und Laar die Warme überschritten; sie lagerten am 24. Juni gegen 7.00 Uhr im Schreckenberg. Das Gros dieses Truppenverbandes überquerte zwischen Obermeiser und Niedermeiser die Warme und zog durch das Linderfeld seinem Ziel entgegen. In der "Schlacht bei Wilhelmsthal" wurde die französische Armee am 24. Juni 1762 geschlagen - ebenso bei der späteren Schlacht bei Lutternberg am 23. Juli 1762 - und zog sich aus Hessen zurück. Im Verlauf der Schlacht hatten die Franzosen 1500 Mann durch Verwundung und Tod verloren. 2732 Soldaten gerieten in Gefangenschaft, darunter allein 170 Offiziere. Insgesamt hatte die französische Armee an diesem Tag etwa 6000 Mann, 3000 Gefangene und ebensoviel Tote, Verwundete und Versprengte zu beklagen.
Zu den Verlusten sind noch 12 Kanonen, 1 Standarte und 6 Fahnen zu addieren. Die Alliierten meldeten dagegen 104 Tote, 273 Verwundete und 306 Vermisste.

Bild hannoversche Armee
     hannoversche Armee

Die Lagekarte über die Truppenbewegungen in der Nähe von Obermeiser und Wilhelmsthal wurde uns von Herrn Erwin Hold, einem früheren Bürger unseres Dorfes, freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Karte der Schlacht

Die Aufrechnung der Schäden kann nicht genau ermittelt werden, denn es sind nur von 1758 Verrechnungen vorhanden von 12 Reichstalern und 51 Albus.

In der Zeit des siebenjährigen Krieges gehörten zu dem Gerichtsbezirk (bailliage) Zierenberg die Orte Zierenberg, Oberelsungen, Niederelsungen, Rangen, Laar, Ehrsten, Meimbressen, Obermeiser, Westuffeln, Niedermeiser, Niederlistingen, Zwergen und Haueda. Seit dem Jahre 1753 besaß das Amt Zierenberg einen eigenen Justizbeamten und einen Richter.

In den Jahren 1771 und 1772 wird über eine Anweisung von Holz zum Bau der Kirche in Obermeiser und über ein Gesuch der Gemeinde um Erlass des Forstgeldes berichtet.

In Bremerlehe beginnt 1776 die Einschiffung der ersten hessischen Soldaten, die im Dienst der englischen Krone den Aufstand der nordamerikanischen Kolonien bekämpfen sollen. Die hessischen Landgrafen erhalten für den Verkauf bzw. die "Vermietung" der Soldaten insgesamt 21 Millionen Taler. Rund 30 000 Mann werden angeworben. Hessen-Kassel stellt mit 17 000 daran den größten Anteil. Auch im Warmetal werden Soldaten für den Einsatz in Amerika rekrutiert.
Das Garnisonsregiment Heldring unter Oberst Rall, das in Grebenstein in Bürgerquartieren lag, nahm ebenfalls am Krieg in Amerika teil. Im "Journal des hochfürstl.-hessischen-Grenadier-Regiments von Bischausen vom 4. Martius 1776 bis den 1. November 1783" ist für die Abfahrt nach Amerika folgendes zu lesen:
1776 - "Den 4ten Martij marschirte das Regiment unter den Befehlen des damaligen Chefs, Obersten Rall, aus dem Standt-Quartier zu Grebenstein ab, durch die Hannoverschen Lande, bis in die Environs von Bremerlehe in die Contonier-Quartiere. Hiernach wurde daselbe alda am 18ten Aprill gemustert und legte an die Crone von Großbrittanien den Eyd der treue ab. Hiernach wurde selbiges den 18ten Aprill auf die in der Weser vor Anker liegende 4 Transport Schiffe ... worauf der Oberste Rall Commandeur war, Triton worauf der Oberst-Lieutenant Brethauer, Ailicia der Capitaine Goebell und Fane der Capitaine Boecking, comamdirten, embarquiret, aber wiedriger winde halber bis den 18ten May stille vor Anker liegen bleiben mußte, da nach erfolgtem günstigen Wind der Anker gehoben wurde und die gantze Flotte in die See stach. Die Trouppen bestanden aus den Regimentern von Mirbach, Rall und 154 Mann vom Regiment von Knyphausen unter der Ordre des Lieutenant Wiederholds, welche letztere am Board des Transport Schiffes Eagle worauf auch das Heldrings Comisariat war, sich befanden, sämtlich unter der Ordre des Herrn General-Major von Mirbach. die Flotte langen den 21ten May in dem Englischen Canal in den Hafen vor Portsmouth an, allwo geanckert und frische Provision gelieffert wurde. Nach verfließung einiger tage ging dieße Flotte nebst einer anzahl Provisions Schiffe unter Convoy " wieder auf See.

Söldner aus Hessen-Kassel

Nordhessische Soldaten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

Nach dem Friedensschluss 1783 kehrte die hessische Armee in einer Stärke von rund 10.500 Mann wieder nach Europa zurück.
Nach einer Überlieferung eilten die Kinder aus der Umgebung den Truppen entgegen, als bekannt wurde, dass die Soldaten aus dem amerikanischen Krieg zurückgekommen waren und zuerst nach Hofgeismar kamen. Die Kinder, die ihre Väter ja nicht kannten, riefen den Ankommenden ihre Familiennamen zu, um ihre Väter im Gedränge zu finden.

 
 
 
 
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